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Infopool Grüner Tee

Wissenswertes über Japanischen Grünen Tee zu den Punkten:

1. Herkunft

2. Anbaugebiete

3. Herstellung

4. Sorten

5. Zubereitung

 

Herkunft: KURZE GESCHICHTE DES JAPANISCHEN GRÜNEN TEES

Geographisches
Der Japanische Archipel im Pazifischen Ozean erstreckt sich über 2.400 km von Nord nach Süd. Zu den vier Hauptinseln zählen Hokkaido, Honshû, Shikoku und Kyûshû. Die meisten Teeplantagen befinden sich im mittleren und südlichen Teil von Honshû sowie auf der Insel Kyûshû im Süden Japans. Hier herrscht ein subtropisches Klima, das ideal für das Wachstum der Teepflanze ist.

 

 

Die Teepflanze oder Camellia sinensis
Die immergrüne Teepflanze gehört zur Gattung der Kameliengewächse. In Japan wird die Art Camellia sinensis kultiviert und ihr botanischer Name, wörtlich chinesische Kamelie, lässt ahnen, dass die Pflanze ihren Ursprung in China hat. Legenden zufolge wurde Tee dort bereits 2.700 vor unserer Zeitrechnung angebaut.

Erste Schritte der Zubereitung
Die anfangs sehr einfache Art der Zubereitung, Teeblätter mit Zutaten wie Ingwer und Reis zu kochen, wurde im Lauf der Jahrhunderte verfeinert. Der Ziegeltee kam circa 600 n.Chr. auf und ist nach der Ziegelform benannt, in die die Teeblätter gepresst wurden. Rund 300 Jahre später wurde Tee aus gemahlenem Tee-Pulver bereitet - ein Element, das sich heute noch in der Japanischen Teezeremonie findet. Das Aufbrühen von getrockneten Teeblättern wie wir es kennen, kam erst Ende des 14. Jahrhunderts auf.

Zen & Tee
Es ist überliefert, dass Grüner Tee aus China erstmals circa 800 n.Chr. von buddhistischen Wandermönchen nach Japan gebracht wurden. Zu dieser Zeit herrschte zwischen den beiden Ländern ein reger kultureller Austausch.

Am Anfang kamen nur Privilegierte in den Genuss des Grünen Tees. Es gab ihn am Kaiserhof, in den Adelshäusern und Tempeln. Insbesondere die Mönche schätzten seine anregende Wirkung für ihre Meditationsübungen. Als sich die Beziehungen zwischen Japan und China politisch verschlechterten, kam auch das Teetrinken kurzfristig aus der Mode.

Seinen "Comeback" hatte der Tee dann im 12. Jahrhundert, während der sogenannten Kamakura-Periode. Der Mönch Eisai hatte Samen des Teestrauchs von seinen Pilgerfahrten nach China mitgebracht und legte damit den Grundstein für den Teeanbau in Japan. Es war die Zeit der großen kaiserlichen Feldherren, der Shogune. Der japanische Kriegeradel der Samurai praktizierte eifrig den Zen-Buddhismus, um Konzentration und Gelassenheit im Kampf zu schulen. Und da die Zen-Lehre eng mit dem Teetrinken verknüpft war, fand auch diese Gewohnheit Eingang in die Praktiken der Samurai.

 
 

Cha-no-yu oder die Japanische Teezeremonie
Grüner Tee wurde zunächst hauptsächlich seiner anregenden Wirkung wegen geschätzt. Mit der ritualisierten Zubereitung der Mönche entwickelte er sich bald zum Kulturgut weiter und die Japanische Teezeremonie war "geboren".

Das sogenannte Cha-no-yu - Synonyme sind Sadô oder Chadô - folgt einer strengen Etikette und ist ein minutiös ausgearbeitetes Ritual von großer Ästhetik und Meditationskraft. Bei einer Teezeremonie bereitet der Teemeister seinen Gästen ein geschäumtes Teegetränk aus Matcha, einem leuchtend grünen Pulver aus zerstoßenen Teeblättern. Seinen Höhepunkt erlebte das Cha-no-yu unter dem großen Teemeister Sen no Rikyû Ende des 16. Jahrhunderts und wird heute noch von Teeschulen praktiziert.

 

Zeit der Rückbesinnung
Die Herrschaft der Shogune hat das in zahlreiche Feudal-Clans zersplitterte Japan geeint und ab 1600 in eine Selbstisolation geführt. Diese „Edo“ genannte Periode von 250 Jahren war eine Zeit der Rückbesinnung auf die eigenen Werte. Japan entwickelte eine völlig eigene Teekultur und typisch japanische Grünteesorten wie Sencha oder Gyokuro. In dieser Zeit wurde Grüner Tee auch allgemein im Volk verbreitet und entwickelte sich zum Nationalgetränk.

 

Kreativ
Und selbst heute, wo westliche Gewohnheiten wie das Kaffeetrinken fest etabliert sind, ist der Grüne Tee aus dem japanischen Alltag nicht wegzudenken. Er wird inzwischen auch äußerst kreativ eingesetzt, z.B. als natürliches grünes Färbemittel in Süßigkeiten und Mixgetränken.

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Anbaugebiete: WO IN JAPAN TEE KULTIVIERT WIRD

Japan zählt insgesamt 47 Präfekturen, Verwaltungseinheiten ähnlich den deutschen Bundesländern mit einem eigenen regionalen Charakter. Nicht alle Präfekturen bieten ein Klima, das günstig für den Teeanbau ist. So befinden sich die meisten Teeplantagen in der Mitte und im Süden von Japan, also auf den Inseln Honshû und Kyûshû. Hier nun eine kurze Vorstellung der Anbaugebiete, aus denen die aktuellen Tees von Midori T. kommen:

 

Shizuoka-Präfektur

Diese Präfektur befindet sich auf Honshû und bietet Superlativen in vielerlei Hinsicht. Shizuoka beheimatet nicht nur den majestätischen Fuji-san, mit 3776 m Japans höchsten Berg, sondern auch das größte Teeanbaugebiet Japans. Die 20.600 Hektar Anbaufläche entsprechen 41,4 % der Gesamtfläche, auf der in Japan Tee kultiviert wird. Die wichtigsten Teesorten sind Sencha, Fukamushicha und Gyokuro.
 

Kagoshima-Präfektur

Diese Präfektur macht die südliche Hälfte der Insel Kyûshû aus und ist mit 8.300 Hektar Japans zweit größtes Anbaugebiet (16,7 %). Aufgrund der Südlage findet hier die erste Tee-Ernte des Landes statt. Bereits früh wurden in Kagoshima Pflückmaschinen für eine effiziente Tee-Ernte eingesetzt. Die Präfektur ist aber auch Pionier im kontrolliert biologischen Teeanbau und kultiviert eine Vielfalt an Tee-Strauchsorten. Die wichtigsten sind die Sträucher Yabukita (45%), Yutakamidori (30 %), Kanayamidori (5%) und Asatsuyu (4,7%).
 


Fukuoka-Präfektur
Im Norden von Kyûshû befindet sich die Fukuoka-Präfektur. Ihre Teeanbaufläche von rund 1600 Hektar macht 3,2 % der Gesamtanbaufläche für Tee in Japan aus. Das berühmteste Teeanbaugebiet ist die Gegend um die Stadt Yame. Hier wird überwiegend Sencha angebaut, der durch seine milde Süße besticht.

 

Kyoto-Präfektur

In der Präfektur der ehemaligen Kaiserstadt wird Tee auf 1.560 Hektar kultiviert, was 3,1 % der Gesamtanbaufläche entspricht. Kyoto ist ein historischer Ausgangspunkt für den Teeanbau in Japan. Denn der Legende nach pflanzte der buddhistische Mönch Myoue in der Stadt Uji Teesamen, die er vom Mönch Esai (1141-1215) erhalten hatte. Uji ist das Zentrum für den Anbau edler Teesorten wie Gyokuro und Matcha.
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Herstellung: WIE WIRD GRÜNER TEE HERGESTELLT?

Die Herstellung von Grünem Tee ist in Japan ein vollautomatisierter Prozess. In zwei Produktionsstufen werden die frisch gepflückten Teeblätter in aufbrühbaren Tee verwandelt. Zunächst bringen die Teepflanzer ihre Ernte in Teefabriken, um sie dort zu dämpfen, zu rollen und zu trocknen. Der so gewonnene Rohtee, Japanisch aracha, wird nun in der zweiten Produktionsstufe gesiebt, getrocknet, gemischt und schließlich zum Verkauf abgepackt. Nachfolgend ein kurzer Einblick in die Herstellung von Grünem Tee am Beispiel der Sorte Sencha.

 

1. Produktionsstufe: Den Rohtee herstellen

Pflücken
Die Teepflanzen werden in Reihe gepflanzt und durch regelmäßiges Zurückschneiden in Form eines circa ein Meter hohen Strauchs gehalten. So wird die Bildung junger Triebspitzen gefördert, die dann dreimal im Jahr gepflückt werden. Am ergiebigsten und qualitativ hochwertigsten ist die erste Pflückung im Frühling. Es werden nur die Blattknospe sowie das 2. und 3. Spitzenblatt gepflückt. Die zweite Ernte findet im Sommer und die dritte Ernte im Herbst statt. Die nachwachsenden Blätter enthalten weniger Wirkstoffe und die Qualität des Blattguts nimmt mit Anzahl der Pflückung deutlich ab.

 

Nur noch selten wird in Japan von Hand gepflückt. Meist auf kleinen Teeplantagen, die für Maschinen schwer zugänglich sind und wo besonders erlesene Tees angebaut werden.

Häufig zu sehen sind dagegen Pflückmaschinen, die die Ernte effizient bewältigen. Es gibt sie in unterschiedlichen Typen wie z.B. die handgeführte Maschine unten im Bild, bei der die oberen Blätter gekappt und in einen anhängenden Beutel gesaugt werden.

Direkt nach dem Pflücken fahren die Teepflanzer ihr Blattgut in die Teefarbrik, wo es übergangsweise in einem Silo gelagert wird.

 
 
Dämpfen
Bereits nach wenigen Stunden werden die frischen Teeblätter auf ein Transportband gekippt und circa eine halbe Minute lang bei Temperaturen zwischen 80 und 90 Grad Celsius bedampft. Das Dämpfen reduziert den Wassergehalt der Blätter auf 75 %, macht sie geschmeidig und unterbricht vor allem die Fermentation. Dieser chemische Vorgang setzt bereits beim Pflücken ein und bewirkt, dass sich die Zellsäfte der Blätter mit dem Sauerstoff vermischen. Wird die Fermentation unterbunden, bewahren die Blätter ihre grüne Farbe und wertvollen Inhaltsstoffe wie z.B. die Vitamine A, B1, B2 und C, Koffein oder Polyphenole wie das Katechin EGCG.
 

Rollen & erstes Trocknen
In einer Spezialmaschine werden die Blätter wieder abgekühlt und anschließend in mehreren Durchgängen durch maschinelles Rollen in Form gebracht. Dazu wird das Blattgut u.a. zwischen zwei schwere Platten gelegt und durch deren Drehbewegung gut durchgewalkt. Bei diesem als "Rollen" bezeichneten Vorgang verteilt sich der verbleibender Zellsaft gleichmäßig im Blatt. Sind alle Rollstufen durchlaufen, kommt das Blattgut in einen Heißlufttrockner.

 
Im Lauf des gesamten Herstellvorgangs wird der Wassergehalt im Blatt schrittweise von 75 % auf 6 % herabgesetzt und die Blätter erhalten ihre charakteristische Nadelform. Damit ist der Aracha oder Rohtee gewonnen. Er kann nun auf „Aracha-Märkten“ zur weiteren Verarbeitung an die Teehändler verkauft werden.
 
2. Produktionsstufe: Den Feintee herstellen
 
Sieben
Der Rohtee besteht aus unterschiedlich großen Blattpartikel, die zunächst sortiert werden. Das passiert mit Schüttelsieben von unterschiedlicher Maschenweite, die die Blattstiele von den längeren Blattelementen und Staubpartikeln trennen.
   
 
Trocknen / Feuern
Es folgt das Trocknen oder Feuern des Blattguts in beheizten Trockenöfen. Bei diesem Schritt wird dem Tee seine individuelle Note verliehen. Denn über Flammenstärke und Dauer des Feuerns werden Aroma und Geschmack des Tees beeinflusst.
 
 

Blending / Abmischen
Nun kommt das Blending oder Mischen von verschiedenen Sorten, wodurch der eigentliche Tee kreiert wird. Das Blending ist notwendig, um die Qualität eines Tees über das Jahr konstant zu halten und erntebedingte Schwankungen auszugleichen. Je nach Mischverhältnis entstehen hochqualitative bis preisgünstige Tees, die unterschiedliche Geschmäcker und Preisvorstellungen bedienen.

 
 

Verpacken & Lagern
Der fertige Feintee wird nun abgewogen, luftdicht verpackt und bis zum Verkauf an den Einzelhandel kühl bei circa 6 Grad Celsius gelagert.

   
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Sorten: WELCHE TEESORTEN GIBT ES IN JAPAN?

Japan produziert nahezu ausschließlich Grünen Tee und das Jahresvolumen beträgt rund 90.000 Tonnen. Gemessen an der weltweiten Ausbringungsmenge von 3 Millionen Tonnen Tee erscheint das wenig. Grund hierfür ist die knappe Anbaufläche, da der Löwenanteil der Landesoberfläche Bergland ist. Außerdem verkauft Japan nur einen geringen Teil seiner Teeproduktion ins Ausland, weshalb diese Tees auch in Deutschland vergleichsweise rar ist.

Es gibt verschiedene Sorten japanischen Tee, die nach ihrer Zusammensetzung und Herstellmethode klassifiziert werden. Die geographische Lage der Teeplantage, die klimatischen Bedingungen und Bodenverhältnisse aber auch Anbau- und Herstellverfahren bestimmen Geschmack, Aussehen und Qualität eines Tees.

Erforschen Sie die Vielfalt von Grünem Tee und entdecken Sie Ihre Lieblingssorte(n)!

 
 
 

Eine Grobe Klassifzierung ist die Einteilung der Sorten nach Herstellverfahren. Hier gibt es zwei Basis-Methoden:

Bedampfen: die Steaming-Methode
Das Steaming- oder Heißdampf-Verfahren ist eine japanische Errungenschaft und wird zur Herstellung der meisten Tees aus Japan angewandt. Die Blätter werden hier kurz mit heißem Dampf behandelt, um die Fermentation zu unterbrechen und damit den Verlust der Inhaltsstoffe und der grünen Farbe im Blatt zu verhindern. Die so hergestellten Tees schmecken leicht grasig.

Pfannenröstung: die Pan-Roasting-Methode
Dies ist die ursprüngliche, aus China übernommene Herstellmethode für Grünen Tee. Nur wenige Produzenten auf der südlichen Insel Kyûshû praktizieren sie noch. Zur Unterbrechung der Fermentation werden die Blätter hier in einer heißen Eisenpfanne, Japanisch kama, ausgebreitet und erhitzt. Eine leichte Röstnote ist charakteristisch für diese Tees.

 
Und nun die unterschiedlichen Sorten im Überblick:
 

Sencha

DER japanische Grüne Tee schlechthin, denn rund 75 % der gesamten Teeproduktion in Japan sind Sencha-Tees. Für diese Sorte werden Teeblätter der ersten Pflückung verarbeitet. Geerntet werden die beiden obersten Blätter der Teepflanze, wo die Wirkstoffe am stärksten konzentriert sind. Beim Sencha gibt es unterschiedliche Qualitätsstufen, die mit Zusätzen wie "jô" = fein oder "tokujô" = extra-fein gekennzeichnet werden. Ein ausgewogener, herb-süßer Geschmack ist charakteristisch für den Sencha.
 

Fukamushi-Sencha / Fukamushicha
Fukamushi bedeutet "tief bedampft" und bezeichnet einen Unterschied in der Herstellung: während beim normalen Sencha die frischen Teeblätter nur kurz bedampft werden, dauert dies beim Fukamushicha circa 2 Minuten lang. Das Resultat: die herb-bitteren Geschmacksstoffe werden abgeschwächt und der Tee schmeckt milder.
 

Gyokuro
Gyokuro - der Champagner unter den Japantees! Wörtlich bedeutet das Wort Tautropfen - eine passende Bezeichnung für diese edle Teesorte. Das Blattgut stammt von Sträuchern, die vor der Ernte circa zwei Wochen lang mit Strohmatten abgedeckt werden. So bilden sich weniger Gerbstoffe (bitter!), die Blätter enthalten viel Chlorophyll und leuchten nahezu dunkelgrün. Charakteristisch für diesen Vollschattentee ist ein aromatisch-süßer Geschmack. Für besondere Gäste und Gelegenheiten!
 

Kabusecha

Das japanische Wort kabuse oder Abdeckung bezeichnet die halb lichtdurchlässigen Netze, mit denen die Teesträucher vor der Ernte circa 10 Tage lang beschattet werden. Der Halbschattentee Kabusecha ähnelt damit dem Vollschattentee Gyokuro und ist auch geschmacklich zwischen Gyokuro und Sencha anzusiedeln.
 

Matcha

Matcha ist der Tee der Japanischen Teezeremonie. Es handelt sich um ein Pulver von intensivem Grün, das in einem ganz eigenen Herstellprozess aus den zartesten Trieben der Teepflanze gewonnen wird. Gleich nach dem Sprießen werden die Triebe beschattet und nach dem Pflücken gedämpft und getrocknet. Die Teeblätter werden zunächst von Rippen und Stiel befreit und zum sogenannten Tencha verarbeitet. Dieser wird dann in einer Steinmühle zu feinem Pulver zermahlen. Zur Zubereitung wird Matcha mit einem speziellen Teebesen in einer großen Teeschale mit heißem Wasser schaumig gerührt. Der Geschmack ist sehr intensiv und zartbitter. Matcha harmoniert wunderbar mit kleinen Süßigkeiten, die vor dem Trinken gegessen werden.
 

Bancha
Im Japanischen bedeutet ban Reihenfolge. Als Namensbestandteil der Sorte Bancha meint das Wort Blätter aus einer späteren Pflückung. Zwei Wochen nach der jeweiligen Haupternte für Tees wie Sencha werden die nachgewachsenen Blätter am Strauch gepflückt. Sie sind gröber und enthalten weniger Wirkstoffe. Ein weiterer Unterschied zum Sencha: im Bancha finden sich auch Stängelanteile - der Tee ist moderat aromatisch und preiswert.
 

Kukicha
Diese Sorte ist ein Stängeltee, für den die unverholzten hellgrünen Teile der Sprossachse, der Stängel, Japanisch kuki, mit Sencha vermischt werden. Die niedrige Wirkstoffkonzentration macht den Kukicha zu einem koffeinarmen Tee, der sich gut für den Teegenuss am Abend oder für die Familie eignet.
 

Konacha

Bei der Herstellung von Grünem Tee werden kleinere Blattpartikel ausgesiebt. Dieses Pulver, Japanisch kona, wird für den Konacha verwendet. Er ist besonders leicht löslich und wird in Japan häufig in Sushi-Restaurants gereicht.

Houjicha
... von Japanisch hôjiru für Rösten, ist ein Tee aus bräunlichen Blättern. Die Verfärbung stammt von den hohen Temperaturen bei der Herstellung. Hôjicha wird heiß oder kalt getrunken und passt sehr gut zu Mahlzeiten. Wegen seines niedrigen Gehalts an Koffein und dem milden, malzigen Geschmack eignet er sich besonders gut für Familien.
 

Genmaicha

Für den Genmaicha werden Sencha, Bancha, aufgepoppter, unpolierter Reis, Japanisch genmai und Teepulver vermischt. Er hat eine leichte Röstnote und eignet sich gut als Alltagsgetränk.
 

Kamairicha

Kamairicha (kama-iri-tscha gesprochen) ist ein Tee nach dem Pfannenröstverfahren. Charakteristisch ist seine toastige Note.
 

Tamaryokucha
Für diese Sorte werden die Blätter zusätzlich zum Bedampfen kurz geröstet. Das verleiht dem Tamaryokucha eine toastige Note. Das Japanische tama bedeutet Edelstein oder Steinperle. Es wurde als Bezeichnung für diese Sorte gewählt, da die verarbeiteten Blätter eine leicht gekrümmte Form haben - ähnlich den historischen japanischen Krummjuwelen.
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Zubereitung: DIE PERFEKTE TASSE TEE

… zuzubereiten ist einfacher als gedacht. Als Faustregel gilt: je hochwertiger der Tee, desto niedriger die Wassertemperatur. Denn heißes Wasser löst die Bitterstoffe im Teeblatt, die sogenannten Tannine, die den Geschmack „Süße“ überlagern. Und je heißer das Wasser, desto kürzer die Ziehzeit.

Folgende Übersicht bündelt, was für die Zubereitung verschiedener Teesorten zu beachten ist. Natürlich sind dies nur Orientierungswerte, die Sie Ihrem eigenen Gusto anpassen sollen!

Bitte beachten: das Wasser in jedem Fall zum Kochen bringen und dann auf die passende Temperatur abkühlen lassen. Vor dem Einschenken sollten die Tassen angewärmt werden. Hierzu einfach heißes Wasser einfüllen und nach einer halben Minute weggießen.

 

 
Tipps für die Zubereitung verschiedener Teesorten:
Teesorte Wasser-
tempe-
ratur

Menge Wasser
pro Tasse

Menge Tee
pro Tasse
Ziehzeit
1. Aufguss
Ziehzeit
2. Aufguss
Sencha standard
Fukamushicha
Kukicha
90ºC 90 ml 2-2,5 g 60 Sek.
(Fukamushicha: 30 Sek.)
10 Sek.
Sencha premium 70-80ºC 60 ml 2 g 60-120 Sek. 10 Sek.
Bancha
Genmaicha
Houjicha
100ºC 130 ml 3 g 15-30 Sek. sofort
Gyokuro 50-60ºC 80 ml 10 g 2-3 Min. 30 Sek.
 

Und welches Teegeschirr ist das richtige?
Auch die Wahl des passenden Teegeschirrs ist abhängig von der Sorte und der jeweiligen Zubereitung:

- Für Sencha, Fukamushicha und Kukicha sollten Kännchen und Tassen eher klein sein.

- Bancha, Genmaicha und Houjicha dagegen benötigen wegen der hohen Wassertemperatur dickwandiges Geschirr. Hier werden häufig größere Tassen und Kannen eingesetzt.

- Für Gyokuro schließlich, dem Champagner unter den Japantees, gibt es traditioneller Weise kleine, weiße Porzellantassen, in denen das edle Grün besonders brilliert.

Und damit Sie nicht den Überblick verlieren, finden Sie im online-Katalog an verschiedenen Stellen Hinweise, welche Kännchen und Tassen sich für eine spezielle Teesorte eignen.

Tipp: Den Tee reihum ausschenken, so sind alle Tassen mit einem gleichmäßig starken Tee gefüllt. In den letzten Tropfen liegt die "Seele" des Tees. Tee reagiert mit dem Sauerstoff der Luft und sollte darum auch nicht warm gehalten, sondern immer frisch aufgebrüht werden.
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